Brötje Heizung Fehler 133: Sicherheitszeit überschritten
Der Fehlercode 133 an einer Brötje Heizungsanlage signalisiert, dass die Sicherheitszeit beim Brennerstart überschritten wurde. Das bedeutet: Der Brenner hat innerhalb des zulässigen Zeitfensters keine stabile Flamme aufgebaut. Die Anlage hat daraufhin automatisch abgesperrt und zeigt die Störung an.
Wolf Heizung Fehler 015: Außenfühler Kurzschluss beheben
Was bedeutet der Fehler 133?

Bei jedem Startvorgang gibt die Steuerplatine (Regelgerät) dem Brenner ein klar definiertes Zeitfenster, um eine zuverlässige Flamme zu bilden. Dieses Fenster wird als Sicherheitszeit bezeichnet und beträgt bei den meisten Brötje-Geräten zwischen 5 und 10 Sekunden.
Erkennt der Flammenwächter (Ionisationselektrode) innerhalb dieser Zeit kein Ionisationssignal, bewertet die Steuerung den Startversuch als gescheitert. Die Anlage wechselt in den Sicherheitssperrmode (auch „Blockade“ oder „Verriegelung“ genannt) und gibt den Fehler 133 aus.
Dieser Schutzmechanismus verhindert, dass unverbranntes Gas in den Brennraum gelangt und sich gefährlich anreichert. Es handelt sich also um eine gewollte Sicherheitsabschaltung – nicht um einen zufälligen Defekt.
Mögliche Ursachen im Überblick
- Kein Gaszutritt – Gashahn geschlossen oder Gasdruck zu niedrig
- Defekte oder verschmutzte Zündelektrode – kein Funke, keine Zündung
- Verschmutzte oder falsch positionierte Ionisationselektrode – Flamme wird nicht erkannt
- Defektes Gasventil – öffnet nicht oder öffnet zu spät
- Fehler im Zündtransformator – kein oder schwacher Zündfunke
- Luftmangel oder Abgasstau – Brenner erhält nicht genug Verbrennungsluft
- Verschmutzter Brenner – Flammbild gestört, Ionisation unzureichend
- Defekte Steuerplatine – fehlerhafte Auswertung der Flammensignale
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Lösung
⚠️ Führen Sie ausschließlich die nachfolgenden Schritte durch, die keine Fachkenntnisse oder Eingriffe in gasführende Bauteile erfordern.
Schritt 1 – Störung quittieren und Neustart durchführen
- Drücken Sie die Reset-Taste (je nach Modell auch „Entstörtaste“ oder „Reset/Betrieb“-Taster) für ca. 3 Sekunden
- Warten Sie, bis das Display wieder den normalen Betriebsstatus anzeigt
- Beobachten Sie, ob der Brenner erfolgreich zündet
- Erscheint Fehler 133 erneut, fahren Sie mit den nächsten Schritten fort
Schritt 2 – Gaszufuhr prüfen
- Kontrollieren Sie, ob der Gashahn an der Anlage vollständig geöffnet ist (Hebel parallel zur Leitung = offen)
- Prüfen Sie, ob andere Gasgeräte im Haushalt (z. B. Gasherd) funktionieren – so lässt sich ein allgemeiner Gasdruckverlust ausschließen
- Bei Flüssiggasbetrieb: Füllstand des Gastanks kontrollieren
Schritt 3 – Abgas- und Zuluftführung kontrollieren
- Prüfen Sie von außen, ob das Abgasrohr oder der Zuluftschacht sichtbar blockiert ist (z. B. durch Schnee, Laub, Vogelnest)
- Stellen Sie sicher, dass der Heizungsraum ausreichend belüftet ist
- Entfernen Sie sichtbare Hindernisse, ohne dabei Rohre oder Dichtungen zu beschädigen
Schritt 4 – Sichtprüfung des Brennerbereichs
- Schalten Sie die Anlage vollständig aus (Netztrennschalter oder Hauptschalter)
- Öffnen Sie – sofern werkzeuglos möglich – die Geräteverkleidung
- Prüfen Sie mit einer Taschenlampe, ob die Zündelektrode und die Ionisationselektrode sichtbar verschmutzt oder gebrochen sind
- Prüfen Sie, ob Kabelverbindungen an den Elektroden locker oder beschädigt wirken
Schritt 5 – Elektroden vorsichtig reinigen (nur bei offensichtlicher Verschmutzung)
- Verwenden Sie ein trockenes, weiches Tuch oder feines Schleifpapier (Körnung 400+)
- Reinigen Sie die Elektrodenspitze vorsichtig von Ruß- oder Kalkablagerungen
- Achten Sie darauf, den Elektrodenabstand nicht zu verändern (typisch: 3–4 mm)
- Schließen Sie die Verkleidung und führen Sie einen erneuten Startversuch durch
Schritt 6 – Anlage neu starten und beobachten
- Schalten Sie die Anlage wieder ein
- Drücken Sie erneut die Reset-Taste
- Beobachten Sie den Startvorgang: Hören Sie das Zündgeräusch? Springt der Brenner an?
- Tritt der Fehler weiterhin auf, ist ein Fachmann erforderlich
Wann ist ein Fachmann erforderlich?
Bleibt Fehler 133 nach den oben genannten Schritten bestehen, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich an einem defekten Bauteil, das nur von einem zugelassenen Fachbetrieb geprüft und getauscht werden darf.
Wahrscheinlich betroffene Bauteile:
- Zündelektrode oder Ionisationselektrode – verschlissen oder gebrochen
- Zündtransformator – liefert keinen ausreichenden Funken
- Gaskombiventil – öffnet nicht korrekt oder zu langsam
- Steuerplatine / Regelgerät – fehlerhafte Flammauswertung
Grobe Kostenschätzung (Deutschland, Stand 2024/2025):
| Leistung / Bauteil | Geschätzte Kosten |
|---|---|
| Serviceeinsatz / Diagnose | 80–150 € |
| Zündelektrode (inkl. Einbau) | 60–120 € |
| Ionisationselektrode (inkl. Einbau) | 60–130 € |
| Zündtransformator (inkl. Einbau) | 100–200 € |
| Gasventil (inkl. Einbau) | 200–400 € |
| Steuerplatine (inkl. Einbau) | 300–600 € |
Hinweis: Preise sind Richtwerte und abhängig von Region, Modell und Anbieter.
Tipps zur Vorbeugung
- Lassen Sie die Anlage einmal jährlich durch einen zugelassenen Fachbetrieb warten – dabei werden Elektroden, Brenner und Gasventil geprüft
- Achten Sie darauf, dass der Heizungsraum dauerhaft belüftet ist und keine Gegenstände die Zuluftöffnungen blockieren
- Halten Sie den Bereich um das Abgasrohr außen frei von Ablagerungen, besonders im Winter
- Lassen Sie bei älteren Anlagen (>10 Jahre) die Ionisationselektrode vorsorglich während der Jahreswartung tauschen – sie ist ein Verschleißteil
- Notieren Sie, wie oft Fehler 133 im Jahr auftritt – häufige Wiederholungen sind ein klares Zeichen für einen beginnenden Defekt
ACHTUNG: Alle Angaben ohne Gewähr, erfordern Fachkenntnis und bergen Lebensgefahr bei unsachgemäßem Vorgehen. Rufen Sie den Kundendienst ohne elektrotechnisches Wissen. Fehlercodes dienen nur als Orientierungshilfe, keine Reparaturanweisung. Die Liste ersetzt keine Diagnose, wird aber stetig erweitert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet „Sicherheitszeit überschritten“ bei einer Brötje Heizung? Die Sicherheitszeit ist das Zeitfenster, in dem der Brenner nach dem Startbefehl eine stabile Flamme aufbauen muss. Wird dieses Fenster überschritten, ohne dass die Ionisationselektrode ein Flammensignal meldet, sperrt die Anlage sich selbst – als Schutz vor unkontrolliertem Gasaustritt.
Kann ich den Fehler 133 selbst beheben? Einfache Maßnahmen wie das Quittieren der Störung, die Prüfung des Gashahns und eine Sichtprüfung der Elektroden sind für technisch interessierte Nutzer möglich. Sobald Eingriffe an gasführenden Bauteilen oder der Elektronik erforderlich sind, ist ein Fachbetrieb zwingend notwendig.
Wie oft darf ich den Reset-Knopf drücken, bevor ich den Kundendienst rufe? Maximal zwei bis drei Mal hintereinander. Wiederholtes Quittieren ohne Erfolg belastet die Anlage unnötig und kann weitere Störungen verursachen. Bleibt der Fehler bestehen, sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen.
Kann ein niedriger Gasdruck Fehler 133 auslösen? Ja. Reicht der Gasdruck nicht aus, um das Gasventil sicher zu öffnen und die Flamme zu stabilisieren, scheitert der Startvorgang innerhalb der Sicherheitszeit. Der Gasdruck wird vom Fachmann mit einem Manometer geprüft.
Ist Fehler 133 gefährlich? Die Störungsabschaltung selbst ist ein Sicherheitsmerkmal und nicht gefährlich. Gefährlich wäre es, die Anlage zu manipulieren, um den Fehler zu umgehen. Betreiben Sie die Anlage ausschließlich im vorgesehenen Modus.
Welche Brötje-Modelle sind von Fehler 133 betroffen? Der Fehlercode tritt modellübergreifend auf, unter anderem bei Geräten der Serien WGB, WBS, BGW, BCS und ISR-geregelten Anlagen. Die genaue Bedeutung kann je nach Softwareversion und Regelgerät leicht variieren – prüfen Sie stets die mitgelieferte Bedienungsanleitung oder das Servicemenü.
Wie lange dauert eine Reparatur bei defekter Ionisationselektrode? Ein erfahrener Heizungstechniker benötigt für den Tausch der Ionisationselektrode in der Regel 30 bis 60 Minuten, sofern das Ersatzteil verfügbar ist. Mit Anfahrt und Diagnose sollten Sie insgesamt 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Was kostet ein Jahresservice, der Fehler 133 vorbeugt? Eine jährliche Wartung durch einen zugelassenen Fachbetrieb kostet je nach Region und Umfang zwischen 100 und 200 Euro. Dabei werden Elektroden, Brenner, Wärmetauscher und Gasventil geprüft – was das Auftreten von Fehler 133 deutlich reduziert.